Die Klosterkirche Kerbscher Berg liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und ist umgeben von etwa 200 Linden. Den Aufgang zur Kirche schmücken zwei Ölberg- und eine Lourdesgrotte, dazu eine Franziskusstatue. Der Kreuzweg, der um den Berg führt, besteht aus Halbreliefs in barocken Steingehäusen, ebenfalls mit einem grottenförmigen Abschluss. Den Besucher grüßt von der Klosterfront eine Kreuzigungsgruppe in mittelalterlicher Stuckarbeit.

Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist dem hl. Petrus Baptista Blázques, dem Anführer der "Japanischen Märtyrer" von 1597, und seinen Gefährten geweiht.

Kirche

Der neoromanische Innenraum ist hell, die Einrichtung farblich gut aufeinander abgestimmt. Die Kirche ist ausgestattet mit erstaunlich vielen figürlichen Darstellungen. Besonders erwähnenswert sind die "Beweinung Christi", um 1500, die Vierzehn Nothelfer, sowie eine "Anna Selbdritt" und verschiedene Heilige. Die Kreuzgruppe mit vier Szenen aus dem Leiden Christi um den Tabernakel stammt aus der Erbauungszeit der Kirche. Die Orgel wurde 1891 von B. Speith gebaut und inzwischen auf 23 Register erweitert. Die letzte Renovierung der Kirche war 1994/95.